Biwala
- junges Hühnchen, Ziwale, Bieberl usw.
- Quelle UDI SB09: Biibiibii Biberli, komm!
Was schlüpft in Unterfranken aus dem Ei? In Miltenberg ist es das Hüngele, nur wenige Kilometer weiter in
Eichenbühl das Gluggele. Im Aschaffenburger Raum trifft man am meisten auf das Hüngelschen. Dieser Ausdruck
ist eine Verkleinerungsform zu Hinkel ’Huhn’. In Esselbach beginnt ein großes Gebiet mit der Bezeichnung
Hüale, das sich nördlich bis Burgwallbach (Landkreis Rhön-Grabfeld) und östlich bis Rügheim (Landkreis
Schweinfurt) erstreckt. In Würzburg und südlich davon findet man die Bezeichnung Biberle, die weiter östlich
auch zum Ziebele wird. Was ist das Besondere an diesen Bezeichnungen? Es ist die Herkunft mancher Ausdrücke.
Denn sie wurden aus dem jeweiligen kindlichen Lockruf für Küken gebildet. So ist zum Beispiel aus dem
Lockruf biibii die Bezeichnung Biberle entstanden. Ziebele kommt vom Lockruf zipzip. Der Ausdruck Gluggele
ist genauso gebildet, nur dass hier der Lockruf der Henne gluck gluck nachgeahmt wurde. Von Julia Scheuermann
- Prof. Dr. Ä. Rowley: die bauern haben offensichtlich das gefühl - dass man wulli wulli wulli zu gänsen und enten - und biebb biebb biebb - zu den hennen rufen muss -
- Wohl von pipatio = das piepen der jungen Hühnchen
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